In spätestens fünf Jahren wird der Euro nicht mehr existieren

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In spätestens fünf Jahren wird der Euro nicht mehr existieren

von Heiko Schrang in KW 38 am 2010-09-23 17:05:06 0 Kommentare | 1.354 Leser

In fünf Jahren wird der Euro nicht mehr existieren

Als der Euro eingeführt worden ist, wurde er parteiübergreifend mit Pauken und Trompeten bejubelt. Den Bürgern stellte man so genannte Starterkits bei den Banken zur Verfügung und verglich die Einführung des Euros mit der Einführung der D-Mark. Dass der Euro gegen den Willen der Bevölkerung (ca. 80 % der Bundesbürger waren gegen die Einführung des Euro) eingeführt wurde, ist bei vielen Bürgern in Vergessenheit geraten.

Die Bundesregierung gibt sich nach außen hin gern als offen für Wirtschaftsexperten, von denen sie sich auch bevorzugt in ihrem Führungsstab beraten lässt. Nur vor der Einführung des Euros waren die Ohren unserer herrschenden Klasse anscheinend taub, ansonsten wäre ihnen ein Aufruf mit der Überschrift "Der Euro kommt zu früh" in der Financial Times Deutschlands im März 1998 von 155 deutschen Wirtschaftswissenschaftlern aufgefallen. Die FTD schrieb damals: "Es ist schon eine bemerkenswerte Leistung zwei Wirtschaftsprofessoren dazu zu bringe, über irgendetwas überein zu stimmen. Dass 155 wie einer sprechen, dass hat es noch nie gegeben."

Einer von ihnen, Prof. Wilhelm Hankel, schreibt in der jüngsten Ausgabe von Focus Money, dass der Euro zum scheitern verurteilt ist. Das EU-Rettungspaket nennt er illegal und hat mit anderen Kollegen eine Klage vor dem Bundesverfassungsgericht eingereicht.

Er steht mit seiner Meinung nicht alleine, denn der US-Star Ökonom Roubini gibt der Euro-Zone in einem kürzlich geführten Interview nur noch 5 Jahre. Roubini wurde beim Weltwirtschaftsgipfel in Davos 2007 zum Spott vieler Kollegen, da er als einziger von einer kommenden Rezession in den USA sprach. Er sagte damals: "Die Frage ist nicht mehr, ob wir weich oder hart aufschlagen werden, die Frage ist nur noch, wie hart der harte Aufschlag wird." Zur aktuellen Situation der Euro-Zone schreibt er: "Im besten Fall wird sie sich noch fünf Jahre durchwursteln können. Im schlimmsten Fall wird sie auseinander brechen." Zusätzlich gäbe es aufgrund "getürkter" Stresstests "ernste Bedenken" über den Zustand der Banken in Europa. Die Rettungspakete hätten lediglich Zeit herausgeschunden, resümiert Roubini. "Aber die Probleme existieren nach wie vor: hohe Haushaltsdefizite und enorme Schulden."

Wie zur Bestätigung der negativen Prognosen des US-Ökonoms gab es am Montag Berichte, wonach Griechenland die von EU und IWF verlangten Stresstests für seine Banken auf einen späteren Termin im Herbst verschieben wird.

Wer sich bei der Lösung der Probleme auf den Staat verlässt, der ist verlassen.

Unsere Regierung duldet bilanziertes Tricksen und Täuschen der Großbanken und hat sogar im Bilanzrecht Möglichkeiten geschaffen, dass die Banken Abschreibungen in so genannte Bad-Banks auslagern können. Hier werden "Drogenjunkies" zu "Drogenbeauftragten" - mit anderen Worten: die Verursacher der Krise sollen sich selbst kontrollieren.

Besonders schön sieht man das am Fall von Jörg Asmussen, SPD. Als Staatssekretär im Finanzministerium saß er im Aufsitzrat der IKB unmittelbar am "Zockertisch". Da er gleichzeitig Mitglied im Verwaltungsrat der Bundesaufsichtsbehörde BaFin war, musste er sich selbst auf die Finger schauen. Außerdem warb er als Lobbyist bei True Sale für Verbriefungsgeschäfte, quasi bei sich selbst, denn er saß ja selbst im Finanzministerium. Als die Finanzblase letztendlich platzte half Asmussen das Rettungsgeld des Staates (also unsere Steuergelder) an die Banken zu verteilen als Mitglied im Lenkungsausschuss der Rettungsbehörde SoFin. Im Übrigen, seine Lebensgefährtin, Henriette Peucker, leitete von 2003 bis 2010 die Berliner Repräsentanz der Deutschen Börse. Mit anderen Worten: Es hat sich nichts geändert. Der Korruptionsfilz zwischen Banken und Politik besteht weiterhin und das auf Kosten des Steuerzahlers. Die Landesbanken beispielsweise haben en mass kritische Staatsanleihen erworben, ganz besonders griechische, die sie immer noch halten. Die Finanzpolitik erklärt, die Landesbanken sie auch halten müssen. Da es sich bei den Landesbanken um das Vermögen der Bürger handelt, was ihnen zur Verwaltung anvertraut wurde, ist dies mit einer Veruntreuung gleichzusetzen (Laut "Zocken bis der Staat hilft" ARD-Sendung vom 15.09.2010 zu diesem Thema)

Da sich die Banken sagen: Wir können machen, was wir wollen und der Staat wird uns schon mit Staatsgeldern (Steuergeldern) rausboxen, ist es nur eine Frage der Zeit, wann die nächste Krise den Steuerzahler mit voller Wucht trifft.

Aus diesem Grund hat Eigenverantwortung höchste Priorität. Ich kann es nicht oft genug sagen, dass Geld unbedingt in Sachwerte wie Edelmetalle, Aktien bzw. Immobilien angelegt werden muss, um böse Überraschungen zu vermeiden.

Beste Grüße

Heiko Schrang


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